Seit 1998 plättet die Todeswalze der Schweden Paganizer schon die Death Metal Szene. Nun erschien kürzlich ihr nunmehr 8. Studioalbum “Into the Catacombs“, dass auch den Weg auf unseren Seziertisch gefunden hat.
Ab der ersten Sekunde geht’s mit Volldampf los. Ohne Erbarmen werden die Boxen in Grund und Boden gestampft. Death Metal vom Feinsten erwartet den Hörer auf dem neuesten Werk der Truppe um Frontmann Rogga Johannson. “Total Lovecraftian Armageddon“, “Their Skin suites me“ und “Panzer Truck“ lassen wenig Spielraum für Innovation sondern konzentrieren sich auf Althergebrachtes. Oldschool Deathmetal heißt das Rezept mit dem Paganizer auch bei den folgenden Tracks “Vägråttor“ und “The Carrion Parlor“ zu Werke gehen. Das Material erinnert vom Stil her sehr an ihre Landsmänner Grave und wer auf solchen Stoff steht, der wird mit diesem Stück Todesmetall sehr glücklich werden. Wer eher auf neue Einflüsse und Abwechslung baut, der wird mit “Into the Catacombs“ nicht glücklich werden. Und weiter geht’s mit “Winter of Disembowelment“ und treibenden Blastbeats. Die Energie reißt zu keinem Zeitpunkt ab und der Sound ist wirklich sehr satt! Allgemein die Produktion der Scheibe ist sehr hochwertig und lässt Freude aufkommen.
“Cadaver Earth“ donnert mit viel Wucht los, hat zwischendurch aber auch mal ein paar schleppende Zwischenpassagen eingebaut um der Nackenmuskulatur wenigstens etwas Erholung zu gönnen. Doch diese währt nicht lange und schon geht die Amokfahrt mit Volllast weiter. Mit “Frontier Cthulhu“ folgt der erste wirklich langsame Track des Albums. Eine willkommene Verschnaufpause, die dennoch nicht für Langatmigkeit sorgt. Im Gegenteil, das Stück entpuppt sich als sehr eingängig und bringt ausgesprochen viel Liebe zum Detail mit sich. So genug Ruhepause. Ab geht’s mit dem kurzen aber extrem knackigen Zwischenspiel “Ragnarök“, dass es absolut in sich hat. Highspeed-Geknüppel vom Allerfeinsten! “At the Helm of Naglfar“ hat extrem viel Potential und Wiedererkennungswert. Meiner Meinung eines der Besten Lieder auf der Scheibe. Zahlreiche Tempowechsel und groovende Riffs machen den Track zu einem echten Leckerbissen. Auch “A Bullet In The Head For The Undead” und “The Paganizer” ebnen weiter alles ein, was ihnen in den Weg kommt. Kompromisslos und unbarmherzig walzen die Stücke sich ihren weg in die Gehörgänge. Dabei kommen eine Vielzahl von wahrlich brillanten Riffs zum Einsatz und bringen mich bei jedem neuen Hördurchgang immer wieder in Verzückung. Mit dem Titeltrack “Into the Catacombs“ findet der Silberling nun seinen würdigen Abschluss. Eigentlich nicht weiter erwähnenswert in welcher Manier es hier zur Sache geht. Das könnt ihr euch mittlerweile sicherlich denken! Ein absolutes Brett in Sachen Death Metal, dass uns Paganizer da abliefert.
01 - Total Lovecraftian Armageddon
02 - Their Skin Suits Me
03 - Panzer Truck
04 - Vägråttor
05 - The Carrion Parlor
06 - Winter of Disembowelment
07 - Cadaver Earth
08 - Frontier Cthulhu
09 - Ragnarök
10 - At the Helm of Naglfar
11 - A Bullet in the Head for the Undead
12 - The Paganizer
13 - Into the Catacombs