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25 Nov

Unter dem Radar: Décembre Noir (Death Doom)

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Bandlogo Bandlogo Décembre Noir

„Der Gründung einer Band liegt immer eins zugrunde: Innerer Drang etwas entstehen zu lassen, was das eigene Verlangen befriedigt – ein musikalischer Berührungspunkt mit sich selbst." 2008 gaben sich die zwei Musiker Sebastian Görlach und Daniel diesem Drang hin und legten damit den Grundstein für Décembre Noir.

Vorerst ohne einen klaren Stil zu verfolgen, schrieben die beiden die ersten Songs und stellten sich der Frage, ob aus dem „Zwei-Mann-Projekt" nun eine vollständige Band werden soll. Schnell fand man mit Marcel Apel, Mike Schubert und Lars Dotzauer Mitstreiter und Décembre Noir war nun vollständig! Doch nicht lange, denn mit Marcel stieg einer der beiden Gitarristen wieder aus. Es sollte fast ein Jahr dauern, ehe man mit Martin Ortlepp Ersatz fand. Die Arbeiten am ersten Album wurden wieder aufgenommen, doch der Ausstieg von Drummer und Gründungsmitglied Daniel bremste diese schnell wieder aus. Ersatz wurde diesmal recht schnell gefunden und mit dem neuen Drummer Kevin Kleinschmidt machte man sich nun an den Feinschliff der Songs. 2014 sollte es dann endlich soweit sein: „A Discouraged Believer" erblickte das Licht der Welt und wurde über FDA Rekotz veröffenlicht. Die kurze Wartezeit auf das zweite Album wurde mit etlichen Konzerten überbrückt, bis man 2016 „Forsaken Earth" veröffenlichte.


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Aktuelle Besetzung

Sebastian Görlach – Guitar

Martin Ortlepp – Guitar

Kevin Kleinschmidt – Drums

Lars Dotzauer – Vocals

Mike Schubert – Bass


Diskographie

2014 A Discouraged Believer

2016 Forsaken Earth


Review zu „Forsaken Earth"


DECEMBRE-NOIR-Forsaken-Earth-CD-JEWEL


Einsam und verlassen, gefangen in einer kargen, kalten und leeren Welt mit hoffnungslosen Gedanken und Zweifeln an einem selbst...

Wer sich „Forsaken Earth" anhört, wird sich mit diesem aufkommenden Gefühl auseinandersetzen müssen. Denn die sechs Songs des Albums entfalten einen Strudel an dunklen Emotionen, der einen nicht mehr loslässt und unaufhörlich mit in den Abgrund zieht.


Um diesen Sog entstehen zu lassen, setzen Décembre Noir auf alte Stärken, die auch schon das erste Album „A Discouraged Believer" geprägt haben. Schwermütige Melodien treffen dabei auf eine mal schleppende, mal voranschreitende Rhythmusfraktion und auf die sehr tiefen, verzweifelten Growls von Dotzauer. Doch die größte Stärke der Thüringer ist und bleibt das Songwriting. Auch beim zweiten Album zeigt die Band wieder ihr großartiges Gespür dafür, wie man Songs aufbauen kann, so dass sich von Anfang bis Ende ein Spannungsbogen entfaltet. Wirkungsvolle Tempowechsel, punktgenau gesetzte Breaks und Soli, die wie nebenbei in das dichte Gefüge der Songs eingefügt werden, "Forsaken Earth" hält die Spannung vom ersten bis zum letzten verklungenen Ton aufrecht und lädt dadurch zum erneuten Hören und Entdecken von weiteren Feinheiten ein.


Neben dem Spannungsbogen entsteht durch das gute Songwriting eine sehr dichte, düstere Atmosphäre, die es schafft, den oben genannten Strudel an dunklen Emotionen loszutreten. So wirkt der Song „Small.Town.Depression" wie die vertonte Kleinstadtdepression, die einen als Hörer immer mehr gefangen nimmt und in den Wahnsinn treibt. Der Höhepunkt an Emotionen und auch des Albums ist aber „Waves Of Insomnia", das sich mit dem Verfall der Natur, der Menschheit und deren Werte befasst. Ein vierzehnminütiger Death Doom-Orkan an Wut, der da über einen hinweg fegt.


Dabei sind die beiden Songs auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich Décembre Noir ein wenig weiter entwickelt haben und sich auch mal aus ihrer Wohlfühlzone „Midtempo" hinaus in schnellere Gefilde bewegen. Die Tempoerhöhung steht den Thüringern dabei gut zu Gesicht, denn beide Songs blühen dadurch auf und leben davon. Eins ist aber sicher: Egal, wie schnell man das Grundtempo wählt, man findet immer wieder zurück zu den Wurzeln und Décembre Noir bleiben sich trotzdem treu.


Was bleibt am Ende dieser Lobeshymne noch zu sagen? Nicht mehr viel, denn „Forsaken Earth" ist ein Album, was für sich spricht: Musikalisch einwandfrei und tief emotional berührend ist es ein düsteres Meisterwerk geworden, welches mich nicht mehr loslässt und sich trotz der Schwere, die es in sich trägt, locker und leicht auf Platz eins meiner besten Alben des Jahres 2016 schiebt.


Tracklist

1. In This Greenhouse Of Loneliness And Clouds

2. Small.Town.Depression

3. Ghost Dirge

4. The Vast Darkness

5. Waves Of Insomnia

6. Distant And Unreachable

Weitere Informationen

Letzte Änderung am Sonntag, 27 November 2016 00:31
eviloli

Just when I know all of life's answers,
they changed all the questions!

Medien

Small.Town.Depression (offcial video) - Décembre Noir Décembre Noir/FDA Rekotz
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