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22 Jan

20.01.2017 - Willemeen Arnhem - BATUSHKA + ARKONA

European Pilgrimage Part I European Pilgrimage Part I Witching Hour Productions

Diesen Monat gab es im Rahmen ihrer allerersten Tour, der „European Pilgrimage Part I“, mehrere Gelegenheiten, die polnische Ausnahme-Band BATUSHKA, die sich live bisher rar gemacht haben, live zu sehen. Mitstreiter auf dieser Tour sind ihre Landsmänner ARKONA. Wir haben uns am 20.01.17 auf den Weg ins niederländische Arnhem gemacht, um eine der orthodoxen Messen erleben zu können.

 

Dass die Konzerttermine begehrt sein dürften, war vorherzusehen – erfreuen sich BATUSHKA doch aktuell einer wachsenden Beliebtheit. Doch dass man vor dem Willemeen erst noch in eisiger Kälte in einer Schlange stehen musste, damit rechnet man bei vergleichsweise kleinen Black Metal-Konzerten dann doch weniger. Zum Glück ging es aber geordnet und zügig voran und schließlich wurde dann auch Ausverkauf vermeldet. Das überschaubare Willemeen war also quasi bis auf den letzten Meter gefüllt, als ARKONA um 21 Uhr (und nicht wie angekündigt um 20.30 Uhr) mit „Módl się do wiatru o powrót mój“ aus dem Jahr 2003 den Abend eröffneten. Schon zu Beginn fiel der ungewöhnlich gute und klare Sound auf! Es folgten das atmosphärische „Smierć i odrodzenie“ und „Nie dla mnie litość“ vom aktuellen Album „Lunaris“, während das Publikum sich begeistert zeigte und in den ersten Reihen zunehmend Haare flogen. Mit „Zasypiając w strachu“ gab es noch eine getragene Nummer vom vorletzten Album, bevor mit „Lunaris“ der erste Höhepunkt erreicht wurde: die repetitive zweite Hälfte des Songs war mitreißend! Mit „Ziemia“ beendeten ARKONA nach etwa einer Dreiviertelstunde ihren Auftritt, der die Leute sichtlich überzeugt hatte. Ein starker Auftakt für das, was noch kommen sollte!

Arkona-M-1

Bevor BATUSHKA die Bühne betraten, wurde das entsprechende Interieur hergerichtet: Ein Pult mit der das Album „Litourgiya“ zierenden Ikone darauf, Schädel, Weihwasser und viele Kerzen. Wer die Band kennt, weiß, dass sie sich an der russisch-orthodoxen Kirche orientieren. Mit einer verlängerten Version des Intros von „Yekteniya 1“ und Schellengeläute ging es schließlich los. Bei den acht in schwarze, symbolträchtige Roben, die jegliche Individualität nehmen, gehüllten Musikern (wovon drei den Chor bilden) wurde es auf der Bühne ziemlich eng. So ergab sich ein Bild aus acht Statuen in einem sakralen Raum. Ganz im Sinne der Liturgie inzensierte (beweihräucherte) der Sänger zu Beginn das Publikum. Der Sound fiel anfangs leider nicht ganz so gut aus wie bei ARKONA (tatsächlich wäre hier mehr Hall wünschenswert gewesen und nicht wie so oft weniger) doch wurde er stetig besser und nach 3-4 Liedern klangen BATUSHKA tatsächlich fast wie auf dem Album! Sie spielten, wie zu erwarten war, die komplette Litourgiya“ und die Atmosphäre, die dabei erzeugt wurde, lässt sich kaum in Worte fassen: sehr dicht, rituell und Gänsehaut erzeugend. Gefühlt war es jetzt zwar noch voller als bei der ersten Band und man stand sich gegenseitig fast auf den Füßen, doch tat das der Stimmung keinen Abbruch. Lediglich die permanenten Unterhaltungen von Besuchern in unmittelbarer Nähe gingen einem auf die Nerven, wenn man den Ritus in Ruhe genießen wollte. Als Höhepunkte bei BATUSHKA konnten das rasende „Yekteniya 2“ und „Yekteniya 7“ angesehen werden. Letzterer – als wohl ruhigster Song auf dem Album − brachte die gesangliche und atmosphärische Meisterleistung, die die Band ablieferte, auf den Punkt. Bis auf wenige Patzer war der Chor wirklich beeindruckend. Immer wieder bot Sänger Варфоломей noch mehr für das Auge, z.B. wenn er ganz gemäß seines Namens, der so viel wie „Priester“ bedeutet, Kreuze in Richtung Publikum zeichnete oder die Ikone in alle Himmelsrichtungen hielt. Mit den letzten Klängen von „Yekteniya 8“ segnete er die Menge noch mit Weihwasser, bevor die acht eingehüllten Figuren unter begeistertem Applaus die Bühne verließen.

 

Batushka-M-2

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Was beide Bands und vor allem BATUSHKA an diesem Abend ablieferten, war ganz ganz großes Kino! Wer die Gelegenheit hat, sollte unbedingt mal ein Konzert dieser Band teilnehmen. Ein wirklich außergewöhnlicher Abend für Augen und Ohren, der keine Wünsche offen ließ, und an dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich ein Lob an den Sound-Techniker ausgesprochen – einen derart guten Sound hat man wirklich selten! Lediglich die Location hätte weniger überfüllt sein können, aber wenn Leute, die mehr Interesse an Quatschen als am Konzert haben, dies draußen getan hätten, wäre das vielleicht auch gar nicht problematisch gewesen. Ansonsten war das Publikum trotz der Enge angenehm und gar nicht aggressiv, aber diesen Unterschied zu Deutschland spürt man auf Konzerten im Ausland interessanterweise öfter.

Weitere Informationen

  • Band(s): Batushka, Arkona
  • Wann: 20.01.2017
  • Wo: Willemeen Arnhem
Letzte Änderung am Sonntag, 22 Januar 2017 22:23
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