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26 Nov

19.11.2016 - Sinister Howling V, Halle 101 Speyer + Darvaza + Behexen + Front Beast +++

  • geschrieben von  Ghostwriter(s)

Das diesjährige Sinister Howling stand im Vorfeld unter keinem guten Stern. Mit der Absage von PESTE NOIRE glaubten viele, dass die diesjährige Drohende Schatten Veranstaltung zu kippen drohte. Dass trotz der massiven Schlammschlacht die seitens der extremen Linken und der Medien geführt wurde, das Event ein voller Erfolg war, ist den vielen Fans der Veranstaltung und nicht zuletzt dem Durchhaltevermögen des Veranstalters und der Hallenbetreiber zu verdanken.

Die UG-Redaktion ließ sich jedenfalls nicht abschrecken und bezog schon lange vor dem Einlass Stellung. Um die neun Bands einigermaßen unter den Hut zu bekommen, wurden bereits gegen 14 Uhr die Türen der Halle 101 geöffnet. Nur die Wenigsten schafften es überhaupt, rechtzeitig bei PURE zur Bühne zu kommen, da sich eine riesige Schlange vor dem Eingang gebildet hatte. Keiner dürfte zu der Uhrzeit mit einem solchen „Ansturm“ gerechnet haben, -sehr zum Leidwesen für die Schweizer, die auch nur einen 30min-Slot zu spielen zu hatten. Trotzdem war vor allem das Ende der Show schon gut besucht und so würde man es sich auf anderen Veranstaltungen auch wünschen.

 

ILLUM ADORA könnten durchaus NARGAROTH beerben – wenn es denn hier etwas zu beerben gäbe. Sollte man irgendwann in die Situation kommen, eine Definition für „klassisch-deutschen“ Black Metal suchen zu müssen– die vier Herren verkörpern ihn. Von der ersten bis zur letzten Note atmete die Musik diese besondere Essenz ein und von slow and dark bis treibend schnell zog die Band alle Register und konnte wiederum von der für die Uhrzeit ungewöhnlich starken Publikumspräsenz profitieren.

Illum Adora-UG-M-1 

 

Wer das Sinister Howling schonmal besucht hat weiß, dass der Begriff „Black Metal“ sehr breit gefächert sein kann. FRONT BEAST könnten durchaus auch auf einem hiesigen Thrash Metal-Konzert auftreten und es regieren die Sneaker, Motorradstiefel und Black'n'Roll. Dabei hat Sänger und einziges permanentes Bandmitglied „Avenger“ seine sehr junge Garde gut im Griff. Während der Bassist die Energie für vier Bandmember auf die Straße bringt, scheint der Gitarrist ein wenig unsicher. Für uns ist die Musik eine willkommene Abwechslung, doch für manche Kollegen stellenweise zu disharmonisch und unstet. Leider bleibt die Stimmung bis zum Schluss etwas verhalten und der Funke wollte (Anmerk. d. Red. zu Unrecht) nicht so recht überspringen - Hier geht es zum Video

 Front Beast-UG-M-1

 

Neben BEHEXEN wohl eine der dienstältesten Bands auf dem Sinister Howling, konnten SACRILEGIUM allein durch Ihre Reunion 2015 nach gut 15 Jahren Pause punkten. So spielten die wiedervereinigten Polen neben einigen „aktuelleren“ Stücken vom aktuellen Album „Anima Lucifera“ auch einige echte Klassiker wie z.B. „Wilczy Skowyt“vom Debütalbum „Wicher“ - welches wir in einem kleinen 360 Grad Video festhalten konnten. Im Backstage wurde nach dem Gig dann ausgiebig mit Onielar von DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT gepost, was in Anbetracht der Erhabenheit beider Bands (Anmerk. d. Red. man möge die Ausdrucksweise verzeihen) äußerst „putzig“ anmutete.

 Sacrilegium-UG-M-1

 

DARVAZA waren schon im Vorfeld gehypt worden und sie sollten dem Anspruch gerecht werden. Trotz knappen Plusgraden vor der Halle machten die Italiener nach einem langen, langen Intro â la „Die Fliege“ die Halle 101 innerhalb von Sekunden zum Hexenkessel. Wie ein junger Dämon holte Sänger Wraath alles aus der Röhre und bespielte praktisch im Alleingang die gesamte Bühne - die Bandmitglieder fast zu bloßen Statisten verdammend. Während DARVAZA den PURE-Drummer zum Gitarristen und den Sänger von ONE TAIL ONE HEAD zu eben jenem hatte, musste man gespannt sein, ob dieser das gleiche Energielevel würde halten können (eine berechtigte Frage wenn selbiger bei OTOH nochmal den Sänger und bei BEHEXEN den Gitarristen geben würde).

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DENIAL OF GOD waren gefühlt der wohl krasseste Bruch des Abends. Würde die Rocky Horror Picture Show vom Broadway auf eine BM-Bühne stolpern, wäre das Outfit mancher Bandmember wohl nur geringfügig anders gewesen. Teilweise mit Leder-Hotpants unter grobmaschigen Catsuits verpackt wollte man wie bei einem Verkehrsunfall wegsehen – und konnte es dann nicht. Definitiv eher was für die Damen und auch musikalisch ein weiteres Unikum des Abends. Dennoch - die Dänen zählten für einige der Redaktion zu den Highlights, als sie vor drei Jahren bei der Satans Convention in Speyer zu Gast waren. Von der damaligen großartigen Live-Performance war dieses Mal nur wenig zu sehen. Da sie seit der „Death & Beyond“ kein neues Material mehr geliefert haben, wirkte die Setlist nicht sonderlich spannend, obwohl die Herren eine perfekt inszenierte Show lieferten.

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Von Müdigkeit keine Spur: Unter dem Motto trat, wie bereits erwähnt, Wraath von DARVAZA – oder sollten wir lieber Wraath von ONE TAIL ONE HEAD sagen – knappe zwei Stunden später erneut auf die Bühne, um sich nur noch gewaltiger durch die inzwischen brechend volle Halle 101 zu pflügen. Die überragende Performance ließ die Frage nach der „Ersatzband“ für die vermaledeiten Franzosen auch unter hartnäckigen Kritikern im Jubelsturm ersticken. Wie von einem dem Wahnsinn verfallenen Dirigenten“ wurde die Masse mal keifend, mal prügelnd in Linie gebracht und an Ort und Stelle aufgerieben. Welche Steigerung sollte an diesem Punkt noch möglich sein?

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Das war die Frage und wurde sofort von DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT beantwortet. Wer die Band schon einmal live erleben durfte, wird sich in der 1. Reihe wohl „bedeckt“ halten. Wer DNS noch nicht gesehen hat, müsste spätestens dann misstrauisch werden, wenn die Roadies die Monitorboxen mit Plastik abkleben. Bisher die fulminanteste Bühnenstaffage, machten DNS auf jeden Fall schon von Anfang an Lust auf mehr und boten Einiges fürs Auge. Nicht nur Sängerin Onielar machte eine gute Figur, sondern auch die Bandmitglieder, die sich Stück für Stück in Blutdämonen verwandelten. Angeheizt von Onielars Banshee-haftem Geschrei und beängstigender Performance war das Versprühen von echtem Blut im wahrsten Sinne des Wortes der Tropfen, der zur totalen Raserei im Publikum fehlte. Während in der Front Row einige Fans ekstatisch, andere in lethargischer Verzückung von der Musik im Bann gehalten wurde, bereiteten wir uns auf BEHEXEN vor.

 DNS-UG-2-M


Wie bei jeder Veranstaltung brauchte es nur wenig, um den Zweitplan zu sprengen und so startete der Headliner aus Finnland, BEHEXEN, mit knapp einer halben Stunde Verspätung. Die meisten Fans harrten bereits seit Beginn des Konzerts vor den Bühnen aus und trotz leichter Abnutzungserscheinungen wurden noch die letzten Kraftreserven für den Headliner mobilisiert. Wären die Herren nicht mit ihren anderen Bands so beschäftigt, könnte sie sicherlich auch öfter auftreten, denn live haben sie durchaus etwas zu bieten. Gleich zu Beginn der Show heizte ihr Kollege Isegrimm das Publikum wortwörtlich an, denn wie bei jeder Veranstaltung von Drohende Schatten durfte die obligatorische Feuershow nicht fehlen. Leider war der Anfang musikalisch mehr als holperig, da man mit einer ausgefallenen Gitarre zu kämpfen hatte. Nach der vorangegangenen Wartezeit umso ärgerlicher. Bei „Mouth of Leviathan“ besserte sich die Stimmung aber merklich und die Leute reckten begeistert ihre Fäuste in die Höhe. Und spätestens „My Soul For His Glory“ riss wirklich alles wieder raus – was für eine Atmosphäre! Insgesamt handelte es sich hier um einen durchwachsenen Auftritt, der als Höhepunkt des Festivals leider schwach anfing, aber noch bevor die Hälfte der Spielzeit um war, zu erwarteter Größe fand.

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Trotz diverser Rückschläge war das Sinister Howling auch ohne die umstrittenen Franzosen ein Fest für die Sinne. ONE TAIL ONE HEAD waren ein mehr als zufriedenstellender „Ersatz“ und BEHEXEN als Headliner sowieso Garant für einen überragenden Abend. Über die Lösung, die damit gefunden worden war, konnte man sich wirklich nicht beschweren. Und offensichtlich tat das im anwesenden Publikum auch niemand mehr, denn so gut besucht war gefühlt noch kein BM-Event in der Halle 101 gewesen und die Location somit brechend voll. Dadurch war zwar die Luft in der Halle zeitweise sehr warm und schlecht, doch passte dies auch wiederum zum Hexenkessel, den die Bands zu entzünden vermochten.

Trotz aller Vorwürfe im Vorfeld, die von der extremen Linken praktisch bei jedem Black Metal-Event (in) der Halle 101 geäußert wurden, lief die Veranstaltung wie erwartet friedlich ab. Es handelte sich schlicht um ein Konzert, bei dem die Leute zusammengekommen waren, um Black Metal zu genießen – nicht mehr und auch nicht weniger. Und im Nachhinein wurden sogar Stimmen laut, die der Meinung waren, es sei die beste Veranstaltung in Speyer bisher gewesen. Wenn das mal nichts heißt!


Ein Videoreview findet ihr bald auf unserem YOUTUBEKANAL, zur kompletten Bildergalerie geht es HIER


Weitere Informationen

  • Band(s): Darvaza + Behexen + Front Beast + Darkened Nocturned Slaughtercult + Illum Adora +++
  • Wann: 19.11.2016
  • Wo: Halle 101 Speyer
Letzte Änderung am Samstag, 26 November 2016 01:37
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