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13 Jan

13.-14.01.2017 - Raging Storm Festival - Friedberg, Hessen - The Hellevator + Elvenpath + Sober Truth + Angur + Ira Tenax +++

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Raging Storm 2017 Raging Storm 2017 Raging Storm Festival

Zum 5. Mal lud das Raging Storm Festival ins hessische Friedberg ein, pünktlich zum Jubiläum verlängert auf 2 Tage. 12 Bands aus den verschiedensten Gefilden des Metals füllten die beiden Abende - von jungen, aufstrebenden Bands bis hin zu etablierten Größen war alles dabei und ein feierwütiges Publikum brachte das Junity zum Beben.

Dem ein oder anderen mag das Junity, Friedbergs Jugendzentrum, durch verschiedenste Veranstaltungen und Workshops schon bekannt sein. Für die, die mit der Location nicht vertraut sind: die zentrale Lage mit direkter Anbindung zur Autobahn und die praktische Aufteilung in Konzertsaal mit Platz für über 250 Personen und Bistro sind nur zwei der Elemente, die es zu einer günstigen Konzertlocation machen. Bier (zumindest bis zu einem gewissen Punkt, mehr dazu später) und Snacks zum kleinen Preis, ein großer, kostenloser Parkplatz direkt vor der Haustür und nicht zu vergessen eine ordentliche Soundanlage sind weitere Pluspunkte. Durch die vielen eher unbekannten Bands versprach es, ein spannendes Festival mit einer Menge neuer Musik zum Kennenlernen und sicherlich auch dem ein oder anderen neuen Geheimtipp zu werden.

 

Nach einer kurzen Ansprache durch Veranstalter Frank wurde der erste Abend von der Band Ravenhead aus Darmstadt eröffnet. Diese musste leider krankheitsbedingt auf ihre Vokalistin verzichten, doch erfreulicherweise hatte sich ein Freund der Band nur wenige Stunden zuvor bereiterklärt, auszuhelfen. In dieser kurzen Zeit die Songs zu lernen war natürlich schwer möglich und so gab Philipp mit Songtextzettel in der Hand sein Bestes, die Band gesangstechnisch zu unterstützen - und das trotz durchweg zu leiser Abstimmung der Vocals und einem gänzlich neuen Song, welcher noch nie live gespielt wurde. Obgleich dieser widrigen Umstände gab die Band alles, um ihre Mischung aus Thrash/Death und anderen Stilen dem Publikum von ihrer besten Seite zu präsentieren und dieses trotz nur mäßig gefüllter Halle auf den weiteren Abend einzustimmen.

Ravenhead

Nach kurzer Umbaupause füllte sich die Halle merkbar. Ira Tenax war vielen schon eher ein Begriff und versprachen feinsten Melodic Death Metal. Und Tatsache, die Hanauer lieferten eine zum Haareschütteln animierende Performance ab, welche auch von den weiterhin existierenden akustischen Abstimmungsproblemen wenig geschmälert wurde. Gerade der letzte Song, „Lord of War“, war eine eindrucksvolle Ohrenfreude für den geneigten MeloDeath Fan und machte Lust auf mehr.

Ira Tenax

Nicht weniger gute Stimmung verbreiteten Betrayal mit ihrem technischen wie auch rhythmischen Death Metal. Von Anfang bis Ende ihrer Show überzeugten sie mit druckvollen Gitarrenriffs und boten dem Publikum die passende Kulisse zum Headbangen. Gerade durch Songs wie „Contamination“ oder dem Titeltrack des Debüt Albums, „Infinite Circles“, wussten die Aschaffenburger nachhaltig zu begeistern und direkt neue Fans zu gewinnen. Der bis dato größte Besucherandrang in der Veranstaltungshalle sprach deutlich für ein großes Gefallen beim Publikum, was ihr auch später auf unserem Youtube Channel nochmal nachsehen/hören könnt.

Betrayal

Sindustry starteten mit etwas Verspätung mit ihrem selbstbetitelten Sindustry-Metal, welchen man wohl grob als Heavy Metal Abwandlung bezeichnen könnte. Erstmals wurde es an diesem Abend etwas ruhiger, denn die Frankfurter setzten in ihren Songs viel auf mit Klargesang versehene Parts in gemäßigtem Tempo. Damit boten sie nach dem bisherigen überwiegend Death Metal lastigen Line-Up eine kurze Verschnaufpause. 

Sindustry

Um 23.30 Uhr war es dann endlich soweit. Elvenpath betrat die Bühne, zwar mit 30min Verspätung, verzauberte aber von Anfang an. Die Band hat ihren Bekanntheitsgrad inzwischen weit über das heimische Frankfurt ausgeweitet und wird immer wieder als Empfehlung für untergründigen Power Metal gehandelt. Kraftvoll, leidenschaftlich und mitreißend sind passende Worte für diesen Auftritt. Die anfänglichen Soundprobleme waren Vergangenheit und die akustische Kulisse konnte sich ungehindert entfalten. Man spürte die Liebe zur Musik in jeder Sekunde und merkte, dass die Mitglieder auf ihrem bisherigen Weg schon viel Erfahrung gesammelt haben. Nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Ersthörer waren schwer begeistert. Ein wahrhaft würdiger Abschluss des ersten Tages, der Vorfreude auf den Samstag machte.

Elvenpath

 

 

Nach einer etwas weniger erholsamen Nacht, dafür viel Kaffee und einem entspannten Nachmittag, hieß es am frühen Samstagabend volle Kraft voraus für Tag zwei. Stück für Stück tröpfelten die ersten Besucher herein und Ysgramor konnten sich als Opener über einen gar nicht so schlecht gefüllten Saal freuen.

 

Der Bandname könnte dem ein oder anderen bekannt vorkommen, wenn auch nicht aus musikalischen Gefilden - die Formation bezeichnet ihr Genre als Skyrim Metal. Ob nun mit Abschluss von der Bardenakademie oder nicht, musikalisch sind die vier Barden am ehesten in der melodischen Black Metal Ecke zu verorten. Und davon gab es dann eine ganze Menge, was trotz kleiner Patzer nicht nur die Fans in der ersten Reihe mitriss.

Ysgramor

Nach dieser Aufwärmrunde ging es weiter mit Profet, die eine geballte Ladung Thrash Metal im Gepäck hatten und uns schon von diversen anderen Festivals wie dem Ragnarock oder dem M.I.S.E. Open Air bekannt waren. Technisch solide und mit einer ganzen Menge Spielwut wussten die Grünberger das immer zahlreicher werdende Publikum zu unterhalten.

Profet

Einen Genrewechsel weiter gaben sich im Anschluss Angur die Ehre. Von Drehleier und harten Riffs unterstützt brandete Oliver Glasers wut- und hasserfüllter Gesang über die Menge hinweg. Mit den Songs der EP „Ego“ als Grundlage, bei der die Motive Feuer und Zerstörung eine prägende Rolle spielen, brachten die Frankenthaler den Saal zum Kochen. Das besondere Augenmerk der Band ist weiterhin eindeutig die verstärkte Drehleier, mit der Fee Glaser einen interessanten Komplementärpart zu den sonst eher harten Gitarren und Drums bildet und dabei gekonnt auf einem schmalen Grat zwischen gewollter Disharmonie und sauber abgestimmten Tönen wandert. Im Vergleich zu den letzten Auftritten konnte man einen Wandel von einer reinen Pagan Band hin zu einer BM Kombo erahnen.

Angur

Snow White Blood dagegen konnten uns mit ihrem leider stereotypisch zu nennenden Symphonic Metal weniger begeistern. Ja, die Arrangements sind gut und sowohl was die Arbeit an den Instrumenten als auch die Stimme von Sängerin Ulli angeht, wird hier auf hohem Niveau gearbeitet - auch wenn bei den tieferen Tönen immer wieder der Druck hinter der Stimme fehlte. Was noch fehlte ist jedoch etwas Eigenes, was die Band von den unzähligen anderen Symphonic Metal Bands unterscheidet, die sich auf weiter Flur tummeln. So ganz wollte der Funke auf der Bühne jedenfalls nicht überspringen.

Snow White Blood

Ein ganzes Stück bodenständiger ging es mit leichter Verspätung weiter. Sober Truth lieferten in gewohnt solider Manier eine brachiale Mischung aus Rock und Metal mit leichtem Thrash Einschlag. So ist es auch kein Wunder, dass sich der Saal kurz nach Konzertbeginn ordentlich füllte und sich ein kleiner Moshpit vor der Bühne bildete. Mit einer Mischung aus älteren und ein paar neuen Songs verging die Dreiviertelstunde Spielzeit wie im Flug und wenn der ein oder andere danach keinen Nackenmuskelkater hatte, würde es wundern.

Sober Truth

Da All Will Know einen eigenen Tontechniker im Gepäck hatten, verzögerte sich der zeitliche Ablauf des Abends noch einmal deutlich. Als die fünf aus Darmstadt dann doch endlich die Bühne betraten, regnete eine bunte Mischung quer durch alle Genres des Metal auf das Publikum herab. Hier war alles dabei von Death über Heavy bis zu leichten Core Anleihen, was das Zuhören nicht gerade leichtmachte. Der Spaßfaktor war allerdings nicht zu klein, als zwei Fans mit aufgeblasenen Luftgitarren die Bühne enterten und die Band tatkräftig unterstützten.

All Will Know

Last but not least betraten The Hellevator mit über einer Stunde (nicht selbstverschuldeter) Verspätung die Bühne. Leider waren von den zuvor noch ca. 100 Besuchern nur noch knapp 40 anwesend, doch die machten Stimmung für mindestens doppelt so viele. Ein kleiner Moshpit, fliegende Haare und ein Circle Pit als Polonaise - so wurde die letzte Stunde zu teils melodischem Death Metal gefeiert. Drummer Gordon schlug sich trotz Schulterproblemen gut und auch Gitarre, Bass und Gesang ließen sich nicht bemängeln. Die Premiere des Songs „666“ schien dabei besonders gut anzukommen und The Hellevator brachten das Raging Storm zu einem würdigen Abschluss.

The Hellevator

 

Alles in Allem kann man das Raging Storm Festival einen vollen Erfolg nennen. Ein gut durchmischtes Line Up, das für jeden Geschmack etwas bot, eine coole Location mit (fast) durchweg gutem Sound und ein Orgateam, bei dem die Handgriffe einfach saßen. Sollte das Festival nächstes Jahr wieder zweitägig stattfinden (was zu hoffen ist), wären jedoch Übernachtungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung eine sinnvolle Überlegung, um nicht zu sagen ein Muss. Wirklich ärgerlich ist die „Zwei Bier“ Politik, die der Location von der Stadt als Auflage gesetzt wurde. Mündige Erwachsene sollten dann doch auch in einem Jugendhaus nicht auf mehrere Hopfenkaltschalen verzichten müssen! Auch ließe sich über minimal längere Umbaupausen nachdenken, um eine Verspätung, wie sie samstags der Fall war, zumindest halbwegs abzufangen. Mit 80-100 Besuchern am Freitag und 100-150 am Samstag kann der Probelauf des Raging Storm als zweitägiges Festival durchaus als erfolgreich gewertet werden und wir freuen uns auf die nächste Ausgabe.

 

Picture Credit: Rule Photography für Undergrounded

Weitere Fotos zum Freitag findet ihr hier, zu den Bildern vom Samstag gehts hier entlang 

Weitere Informationen

  • Band(s): Elvenpath, Sober Truth, Ira Tenax, Ravenhead, Profet, Betrayal, Snow White Blood, Ysgramor, Sindustry, All Will Know, Angur, The Hellevator
  • Wann: 13.-14.01.2017
  • Wo: Friedberg, Hessen
Letzte Änderung am Donnerstag, 19 Januar 2017 21:06
Mondenkind

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