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18 Okt

08.10.2016 - Doom in Bloom Festival V, KOMMA Esslingen + SubRosa + Naevus + Sinistro +++

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Passend zum 20. Geburtstag hatte das älteste Doom Festival Deutschlands, nach 7 Jahren Pause, im KOMMA Esslingen zu Musik und Trunk geladen. Mir konnte kein besserer Grund einfallen um mal wieder aus dem Haus zu gehen und mir ein halbes dutzend Bands, von denen ich zuvor noch kein Werk bewusst angehört hatte, zu Gemüte zu führen.

Beim Blick auf die Historie war schon zu erkennen, dass das Lineup zur Hälfte aus Bands, die bereits auf einem früher DOOM IN BLOOM vertreten waren, besteht. Eine schöne Geschichte für den inneren Musikromantiker. Vor einem noch überschaubaren Publikum bildete das Doom-Duo MUSTUM aus Esslingen als lokaler Opener, mit ihrem Live Debüt die Vorhut. Frühes Anreisen hat sich hier auf jeden Fall gelohnt. Mit harten tragende Riffs und einigen Gitarreneffekte ließen sie die eigentlich obligatorische Bass-Gitarre komplett obsolet erscheinen. Das ganze wurde noch abgerundet von nasalen Clear-Vocals, die in etwa an eine schmutzigere Version von Eric Fish (Subway to Sally) klangen. Im Großen und Ganzen ein gelungener Auftritt, ich denke es lohnt sich, die Band im Auge zu behalten.

Fans

Als nächstes standen VERSUS THE STILLBORN-MINDED auf dem Programm. Die Sludge Dampfwalze aus Nürnberg zeigte von Anfang an, wieso sie diese Bezeichnung verdienen. Wunderbar drückender, grooviger Sound mit vielen Tempowechseln bis zu ruhigen, fast jazzigen Passagen. Besonders war hier, dass viele Riffs stark an Old School Death Metal a'la Bolt Thrower und Dismember erinnert haben. Kann man so lassen, genau nach meinem Geschmack.


Mit MIRROR OF DECEPTION erwartete den langsam besser gefüllten Konzertsaal ein altes Eisen des deutschen Doom. Die Herren aus Göppingen waren bereits vor 20 Jahren beim ersten DOOM IN BLOOM vertreten. Leider war ihr melodischer Doom im Stil der frühen 90er Jahre nicht so ganz mein Geschmack. Mit einem Song über Bier, sowie einem Werk mit schwäbischer Lyrik könnten sie im laufe des Auftritts dann aber doch mein Herz gewinnen.

Sinistro Tanzt

Zu SINISTRO wurde die Halle dann plötzlich rappelvoll. Zurecht, muss ich sagen. Die Truppe hat einen großartigen Auftritt hingelegt. Langsame, teils melancholische Phasen wechselten sich Drone/Funeral Doom ab. Der sehr emotionale und vielseitige Gesang von Sängerin Patricia Andrade hat die Atmosphäre in andere Sphären gehoben. Die Vocals variierten größtenteils zwischen Clear, gesprochenem und verschiedensten Geräuscheffekten, welche jeweils passend zur Musik eingesetzt waren. Getoppt wurde das Ganze noch von den teilweise stark abgehackten, Roboter-artigem Bewegungen, welche Frau Andrade passend zur Musik vortrug. Schade war nur, dass ich durch meine fehlenden Portugiesisch-Kenntnisse kein Wort während den gesprochenen Passagen verstehen konnte. Wer auf Female-Vocal Doom steht sollte hier auf jeden Fall mal Reinhören oder noch besser, sich selbst zum nächsten Konzert von SINISTRO von den Live-Qualitäten überzeugen.

NAEVUS, welche wie auch MIRROR OF DECEPTION schon vor 20 Jahren beim ersten DOOM IN BLOOM dabei waren, boten dem Publikum mit einer Album Release Show ein besonderes Schmankerl. Leider war die Truppe überhaupt nicht meins, was mich dazu bewegte nach 3 Songs lieber an der frischen Luft mit anderen Gästen, die ähnlich begeistert waren, zu unterhalten. Die Riffs waren zwar ziemlich mächtig und haben ordentlich in den Hintern getreten aber eine Stimme vom Kaliber Power Metal war letztendlich nicht mit meinem Geschmack vereinbar.

Subrosa

Zum Abschluss durften die Damen und Herren von SUBROSA, welche den langen Weg von Salt Lake City USA auf sich genommen hatten, ihre Interpretation des Sludge mit Female Vocals und 2 E-Violinen zum Besten geben. Böse Zungen aus den vorderen Reihen behaupteten zwar, dass die Violinen nur Makulatur wären, dem kann ich aber nur bedingt zustimmen. Während härteren Phasen der Songs sind sie zwar im Vergleich zu den Zupfinstrumenten etwas untergegangen und haben teilweise sogar für ein wenig „Soundmatsch“ gesorgt – sorgten allerdings in den zahlreichen ruhigeren Ambient-Parts, sowie Live-Intros, für eine großartige Stimmung.

Subrosa

Am Ende war ich schwer beeindruckt, dass über 200 Gäste den Weg ins KOMMA gefunden hatten. Am erfreulichsten daran ist, dass sämtliche Unkosten locker gedeckt wurden und dadurch die Bands sogar wohl mehr Gage bekommen hatten, als ihnen im voraus versprochen wurde. Ein weiterer positiver Effekt ist natürlich auch, dass somit ein DOOM IN BLOOM 6 gesichert sein dürfte. Ich freue mich schon jetzt darauf.

Die Fans mit Subrosa

Weitere Informationen

  • Band(s): SubRosa + Naevus + Sinistro +++
  • Wann: 08.10.2016
  • Wo: Komma, Esslingen
Letzte Änderung am Sonntag, 23 Oktober 2016 13:05
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