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18 Mär

Trivium - Ember to Inferno

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Trivium - Ember to Inferno Trivium - Ember to Inferno Trivium

„Ember to Inferno“ hat hörbar wenig mit allen späteren Werken dieser Band am Hut. Brutaler Thrash Metal trifft auf melodischen Death Metal – eine wunderbar harmonierende Kombi, wenn man weiß wie. Die Rede ist von Trivium, welche mittlerweile Headliner auf einigen größeren Festivals sind und immer wieder Konzerthallen gut ausfüllt. Mit ihrem Debüt lieferten die Jungs aus Florida vor vierzehn Jahren Material zum Ohren spitzen, welches auch heute noch Fans spaltet.

Siebzehn Jahre war Matthew Heafy gerade einmal alt, als er alle Songs für das erste Album schrieb und fachte damit wörtlich die Glut an, die bis heute glimmt. Roh und aggressiv wirkt das Album, was vielen Fans der neueren Metalcore-lastigen Spielart eher weniger zusagen dürfte, jedoch sind gerade dieser ursprüngliche Klang und die Ideen der ersten Stunde die Seele dieses Erstlingswerkes aus den Staaten.

Während das Intro noch sanft in Keyboardklängen gehalten wird, vergeht die Ruhe schnell, sobald „Pillars Of Serpents“ mit seinem brutalen Riff hereinbricht. Grundsolider Death Metal von der ersten bis zur letzten Sekunde, der nur im letzten Drittel von einem ruhigeren, mit Klargesang versehenen Part unterbrochen wird. Dieser klingt zugegebenermaßen etwas unmotiviert, aber das sei an dieser Stelle verziehen, da er sich in das Gesamtbild eines rohen Debüts anpasst. Überraschend im Kopf bleiben zweifellos die Riffs mit ihrem Thrash Charme, wodurch der Opener die Latte sehr hoch ansetzt und Lust auf mehr macht. Mit „If I Could Collapse The Masses“ wird eher ein Mid-Tempo angestrebt, was vor allem den hier gut passenden Double-Bass-Drums und dem vorwiegenden Clean Vocals von Matthew Heafy, der dem Song Profil verleiht. Leider fehlt hier das kleine Etwas, der den Song wirklich als gelungen im Ohr festsetzt. Die von Heafy angestrebten Shouts bleiben im Versuchsstatus und zeugen von der Unerfahrenheit, die sich immer wieder an kleineren wie größeren Stellen heraushören lässt.

Besser gelingt der Spagat aus Clean Gesang, thrashigem Riffing und Tempowechsel mit dem vierten Track „Fugue (A Revelation“. Hier wird vieles richtig gemacht, was vorher nur angestrebt wurde und lässt das Potential der Band erneut erwachen. Erwähnenswert ist der hier besonders auffällige kämpferische Songtext, der sich als durchweg gute Unterstützung der instrumentalen Künste der 3 Jungs erweist. Ähnlich verhält sich der Track „Reqiuem“, der ähnlich wie der vorhergehende Song aufgebaut ist und daher das Hörerlebnis weder schmälert noch verbessert - so richtig will der zündende Funke bei diesem Album dennoch einfach nicht kommen. Der sechste und gleichzeitige Titeltrack kommt dem schon nahe, beherrscht er ebenfalls die gelungene Gitarrenarbeit, passende Tempowechsel sowie Heafy’s Gesang, der zunehmend monoton zu werden droht. Gerade die Clean Vocals wollen einfach nicht recht ins Gesamtbild passen, trotz aller Mühen das Gehörte doch zu mögen.

Nach einem kurzen akustischen Interlude namens „Ashes“, der die zweite Hälfte des Albums einläutet und direkt in das längste Stück „To Burn an Eye“ übergeht, das mit etwa sieben Minuten erneut alles schon bisherige der Band bestätigt. Positiv fallen immer wieder die Künste des Drummers auf, der den häufigeren Tempowechseln verhilft ihre Spannung aufrecht zu erhalten und den Song in seiner Gänze spannend hält. Kann „Falling to Grey“ noch mit seinem epischen Intro punkten, lässt die Innovation fortfolgend etwas zu wünschen übrig. „My Hatred“ verliert sich irgendwo im Nichts, auch wenn hier die Idee des Songs nicht zu verachten ist – jedoch nichts hängen bleibt. Mit „When All Light Dies“ holt Trivium wieder zur Höchstleistung auf und bringt das Album mit schwermütiger Härte würdig zu Ende, sodass der Akustiktrack „A View Of Burning Empires“ wenig Anlass bietet das Album zum Ende nochmal allzu kritisch zu beäugen.

Abschließend lässt sich sagen, dass es sicherlich noch einige Schrauben gibt, an denen man hätte drehen müssen, um aus Trivium’s „Ember to Inferno“ wirklich ein prägendes Thrash/Death Album machen zu können. Der Weg der Band ist bekanntlich ein anderer geworden, dennoch blickt man gern auf die Anfänge zurück, die viel versprachen. Für mich bleibt es ein prägendes Werk, welches mich seit Release bekräftigte dem Metal treu zu bleiben und mir bis heute als Meilenstein in Erinnerung bleibt

Tracklist:

  1. 1. Inception the Bleeding Skies
  2. 2. Pillars of Serpents
  3. 3. If I Could Collapse the Masses
  4. 4. Fugue (A Revelation)
  5. 5. Requiem
  6. 6. Ember to Inferno
  7. 7. Ashes
  8. 8. To Burn the Eye
  9. 9. Falling to Grey
  10. 10. My Hatred
  11. 11. When all Light Dies
  12. 12. A View of Burning Empires

 

Bewertung: 7 von 10 Punkten

 

Weitere Informationen

  • Band: Trivium
  • Album Titel: Ember to Inferno
  • Erscheinungsdatum: 14.10.2003
  • Fazit: Zugegeben, ganz objektiv bewerten fällt mir schwer, war es doch eins meiner ersten Metal-Alben, die meine Ohren vernommen haben und damit wegweisend für alles Weitere war. Die rustikale Produktion schreckt im Großen und Ganzen wenig ab, dennoch, oder gerade deswegen, kann man das Albums entweder für den Charme und seiner guten aber dennoch rohen Umsetzung lieben oder direkt aus dem Player schmeißen und es sich nie wieder anhören. Technisch überzeugt es schon unglaublich gut für ein Erstlingswerk und kann sich durchaus im Jahr 2017 behaupten.Ein Ohr kann bedingungslos von jedem Thrash/Death Freund riskiert werden, denn die Chance, dass man es hasst, ist gering – Chapeau, Trivium anno 2003!
Letzte Änderung am Mittwoch, 22 März 2017 18:26
Crimson

 

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