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22 Jul

Harakiri for the Sky - III: Trauma

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III: Trauma III: Trauma Harakiri for the Sky

Harakiri for the Sky haben sich in den vier Jahren seit ihrem selbst betitelten Debütalbum in einer Geschwindigkeit einen Namen gemacht, die ihrer tollen und emotionalen Musik gebührt. Das österreichische Duo bleibt konstant und bringt weiterhin im Zwei-Jahres-Rhythmus ein Album heraus, „III: Trauma“ ist dabei – wie die römischen Ziffern verraten – das Drittwerk. Wo andere Bands sich übernehmen, werden Harakiri for the Sky einfach immer besser.

Ihr Debütalbum im Jahr 2012 hat nicht nur bei mir eingeschlagen, Harakiri for the Sky, dieser auf den ersten Blick so ungewöhnliche und schwer einzuordnende Name, gehört vier Jahre später zum Besten, was es im deutschprachigen Raum an atmosphärischem Black Metal gibt. Mit „Aokigahara“ machte die Band vor zwei Jahren einen weiteren Schritt nach vorne. Für eine damals vier Jahre alte Band war das Album grandios. Nun ist der Spielwitz bei M.S. und J.J. nicht überraschend, sind beide doch Teil einer Handvoll Bands, das nun aber so ein Werk wie „III: Trauma“ herauskommt, spricht von ganz großer Kunst, in der Konzeption wie in der Umsetzung. Denn „III: Trauma“ ist grandios, eine atmosphärische Zelebrierung der Emotionen.

Ich möchte nicht viele Worte über die einzelnen Lieder verlieren. Acht sind es an der Zahl, und es braucht nur wenige Sekunden, um den altbekannten Sound wiederzuerkennen. Die Band ist sich treu geblieben. Warum auch nicht? Seiner Linie treu bleiben muss nicht unbedingt Stillstand bedeuten. Und das tut es auch hier nicht: Denn es wird nicht nur Altbekanntes aufgekocht, das Songwriting hat sich ebenso weiterentwickelt wie das wundervolle Gitarrenspiel, die Instrumentalisierung und die Screams wirken teils noch verlorener, hilfloser. Gleichzeitig klingt die Musik erwachsener, genau wie die Lyrics. Die ruhige Ausstrahlungskraft der Verletzlichkeit, die die Gitarren ausleben, fängt einen ein, die Emotionalität reißt mit und berührt.

Das von Drums und Gitarren getriebene Konzept der Band ist weiterhin abwechslungsreich, sei es im Tempo, in der Härte oder kleinen Nuancen. Aber egal ob treibend oder ruhig, die Instrumente harmonieren einfach miteinander, die Vocals passen ins Bild, die Produktion ist nicht zu feingeschliffen. Selbst das Überraschungsmoment, der klare Gesang in Teilen von „Thanatos“, wirk wohlüberlegt. Wer schon Reviews von mir gelesen hat, weiß ich, dass ich in einem Black Metal-Album Emotionalität sehr hoch schätze – und damit punkten Harakiri for the Sky auch gnadenlos. Die Songs sind nicht damit überladen – das wäre klischeehaft -, sondern bilden den Grundton der Songs, ohne aufdringlich zu sein.

„III: Trauma“ hat es in sich. Jeder Song verfügt über einen guten bis grandiosen Spannungsbogen, auch nach dem achten Durchlauf fällt mir kein Kritikpunkt ein, worüber ich selbst überrascht bin. Am dritten Album einer Band hab ich eigentlich immer am meisten auszusetzen. Selbst die Spielzeit ist mit über 73 Minuten tadellos. Großes Lob auch für das coole Digipak, das aufgeklappt ein umgekehrtes Kreuz darstellt.

Für mich ist Harakiri for the Sky's Drittwerk ein Kandidat für das Album des Jahres, auch wenn es mit ColdWorlds erstem Lebenszeichen nach acht Jahren sowie dem neuen Wardruna-Album Ende des Jahres durchaus Konkurrenz haben wird. Hört es auch an!


Bewertung:
10 /10 Punkten

Tracklist:
01 I: Calling the Rain
02 II: Funeral dreams
03 III: Thanatos
04 IV: This Life as a Dagger
05 V: The Traces We Leave
06 VI: Viaticum
07 VII: Dry the River
08 VIII: Bury Me

Weitere Informationen

  • Band: Harakiri for the Sky
  • Album Titel: III: Trauma
  • Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
  • Fazit: Für mich ist Harakiri for the Sky's Drittwerk ein Kandidat für das Album des Jahres, auch wenn es mit ColdWorlds erstem Lebenszeichen nach acht Jahren sowie dem neuen Wardruna-Album Ende des Jahres durchaus Konkurrenz haben wird. Hört es auch an!
Letzte Änderung am Freitag, 22 Juli 2016 01:31
Asgrimur

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