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22 Jan

Wassermanns Fiebertraum - Tauche die Welt in Farben

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(3 Stimmen)
Tauche die Welt in Farben Tauche die Welt in Farben Wassermanns Fiebertraum

Nach ihrem wirklich tollen Debütalbum veröffentlichten WASSERMANNS FIEBERTRAUM am 18. Dezember ihr zweites Werk „Tauche die Welt in Farben“. Ganz im Sinne des Albumtitels ist dabei ein farbenfrohes Stück Musik entstanden, das – aufgebaut auf einer Konzeptgeschichte – sich vor dem Vorgänger nicht zu verstecken braucht.

14 Songs befinden sich auf dem Album, neun davon beinhalten die tatsächliche Musik, die restlichen fünf erzählen die Konzeptgeschichte des Albums. Das ist ein geschickter Kniff der vier Musiker, denn dort wo die Lyrics der Songs normalerweise die Geschichte erzählt, muss Abhilfe geschaffen werden, wenn es sich um eine rein instrumentale Band ohne Vocals handelt.
Zwar ist besagte Kurzgeschichte auch in dem im Album enthaltenen Booklet zu lesen, jedoch ist es für die Stimmung des Albums förderlicher, dass man diese in den mit „Station“ betitelten Tracks zu hören bekommt. Sicherlich, an die Stimme des Erzählers muss man sich gewöhnen. Zu Beginn hielt ich sie auch für ein wenig deplatziert, im Laufe des Albums lernt man doch die ruhige Art und den angenehmen Ton der Stimme zu schätzen.


Musik und Geschichte ergänzen sich auch von den Einsätzen her optimal, die Stimmung der Geschichte wird durch die Musik transportiert und ausgebaut. Die Geschichte selber ist träumerisch, hat gewisse kindliche und fantastische Züge und passt genau deswegen so perfekt zur Musik.  Denn diese Attribute, die auch schon das Debüt auszeichneten, ziehen sich auch durch „Tauche die Welt in Farben“.  Angenehme Gitarren, hier und da ein perfekt getimtes Klavier, die vier Mannen haben Spaß am Musizieren und das hört man auch deutlich. Außerdem gibt es jede Menge Augenblicke in diesem Album, die ins Ohr gehen und es auch nicht mehr allzu schnell verlassen – beachtlich, wenn man bedenkt, dass es keinerlei Worte gibt, an denen sich der Ohrwurm im Kopf entlang hangeln kann.


Die hellen, bunten und wildfarbigen Klänge des Debüts tanzen auch auf dieser CD wieder durchs Zimmer. Wieder baut sich rund um einen eine wunderschöne Klangwelt auf, wieder nimmt einen die Band mit auf eine lebendige Reise in diese – klasse! Jedoch stagniert die Band nicht. Man kann in der Musik eine gewisse Reife erkennen, manche Riffs wirken einfach „erwachsener“, werden durchdachter noch zu Ende geführt, als bei „Brandung“. Auch die spärlichen und immer im Hintergrund gehaltenen Vocal-Einsätze sind neu und, um ehrlich zu sein, auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Stimme ist nicht die Beste, nach mehrmaligem Hören habe ich jedoch das Gefühl, dass sie das gar nicht sein braucht, sie harmoniert auch so mit der Musik. Zudem ist sie – wie schon bereits erwähnt – nur äußerst dezent eingesetzt. Wenn sie jedoch von der Musik allein gelassen wird, wie beispielsweise zu Beginn von „Rauer Berg, zitterndes Herz“, dann steht sie schon sehr schwach im Raum.


Der deutlichste Schritt vorwärts ist in meinen Augen aber ein anderer: Die Band hat an manchen Stellendie Härte nach oben gefahren. Damit sind natürlich keine nackenzerstörenden Drums oder krachend harte Riff-Wände gemeint. Die Änderung ist dezent, vielleicht wurden gut zehn Prozent am Härteregler herumgespielt. Doch sie steht dem Album gut zu Gesicht. Was mich an Wassermanns Fiebertraum über alle Maßen fasziniert und es auch schon beim Debüt getan hat, ist die Art und Weise, wie ihre Musik es schafft, die erzählte Geschichte zu visualisieren. Ähnlich wie das Albumcover und ganz unter dem Zeichen des Albumtitels schaffen es die vier Bandmitglieder mit ihrer Musik einen ganzen Springbrunnen an Farben und Bilder vor dem inneren Auge erscheinen zu lassen. Insbesondere die Intensität, mit welcher der Band das gelingt, ist immer wieder atemberaubend und verzaubernd.


Zudem erklingt das Album – anders als bei vielem, was man im Metal zu hören bekommt – von Grund auf positiv und fröhlich und macht es beim Anhören schwer, nicht selbst gute Laune zu bekommen. Wassermanns Fiebertraum sind einfach eine Geschichte für sich, etwas Außergewöhnliches. Auch ohne viele Worte zu verlieren, kreiert die Band einen intensiven Mix aus Farben und Bildern und gibt ihrer rundum gut gelungenen Musik eine visuelle Kraft, die so manchen Film kalt und blutleer da stehen lässt.  Wer „Brandung“ mochte, wird auch vom zweiten Werk der Band nicht enttäuscht werden! Sehr gespannt bin ich schon darauf, ob die Band diese Intensität auch live rüber bringen kann, wenn sie im Frühjahr mit Dornenreich und Heretoir durch Deutschland touren  und je eine Show in Österreich und in der Schweiz spielen.


Trackliste:

01 – Abenteuerlust
02 – Station 1
03 – Waldblüte
04 - Die Vögel singen fernweh
05 – Station 2
06 – Mit diesem Lied für dich
07 – Station 3
08 – Rauer Berg, zitterndes Herz
09 – Tauche die Welt in Farben
10 – Auf der Fähre ins Unbekannte
11– Station 4
12– Unter dem Windgeflüster
13– Station 5
14- Neuland

Bewertung:

9,5/10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Wassermanns Fiebertraum
  • Album Titel: Tauche die Welt in Farben
  • Erscheinungsdatum: 18.12.2013
  • Fazit: Auch ohne viele Worte zu verlieren, kreiert die Band einen intensiven Mix aus Farben und Bildern und gibt ihrer rundum gut gelungenen Musik eine visuelle Kraft, die so manchen Film kalt und blutleer da stehen lässt. Wer „Brandung“ mochte, wird auch vom zweiten Werk der Band nicht enttäuscht werden!
Letzte Änderung am Mittwoch, 22 Januar 2014 09:36
Asgrimur

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